McLeinhos

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Vuca. Das ist kein neuer Vodafone-Tarif. Sondern der Modebegriff für eine Welt, die unbeständiger (volatility), unsicherer (uncertainty), komplexer (complexity) und mehrdeutiger (ambiguity) wird. Kein Wunder, dass die Arbeit eines Kommunikators heute vielschichtiger ist als noch vor einigen Jahren. Wie die externe Kommunikation von Vodafone aufgestellt ist, die Kommunikationsaufgaben im Team aufteilt und welche Charaktere sich dahinter verbergen, soll diese Story-Reihen zeigen. Den Abschluss macht Alex Leinhos, der Chef von dat janze. Im Schnell-Interview ging es um Schweine im Weltall, Abriss im Kinosaal und um eine Eigenschaft, mit der er immer wieder überrascht: Er kann eigentlich echt gut zuhören.

Was liest du momentan?
Gier von Marc Elsberg. Im Buch stellen seine Protagonisten die Theorie auf, dass Teilen schlussendlich reicher macht als Nehmen – auch in der Wirtschaft. Gefällt mir irgendwie …

Wie verbringst du deine freie Zeit?
Ich lese, spiele Klavier, trainiere. Daneben: viel, viel Familie.

Was war das erste Konzert, das du je besucht hast?
Rage Against the Machine, mit Cypress Hill als Vorband. Das Ganze fand in einem bestuhlten Kino statt, ganz oben in Michigan, USA. Nach dem Konzert standen aber irgendwie keine Stühle mehr drin.

Wohin willst du unbedingt einmal reisen?
New York, Rio, Tokio. Nach Mexico, zu den Pyramiden von Chichén Itzá. Und mal in ein buddhistisches Kloster in Südostasien.

Wie meldest du dich am Telefon?
Kommt drauf an, wer anruft. Bei externen Anrufern „Alexander Leinhos, Vodafone Presse, guten Tag.“ Bei internen reicht auch oft „Was gibt’s?“. Und in Krisensituationen zuweilen mit „Zentrale des Wahnsinns“.

Welches Halloween-Kostüm ist das Beste, was du je hattest?
Ich bin passionierter Halloween-Verweigerer. Eher Karneval. Das Beste? Millennium in Bonn. Als Volkspolizist der DDR, komplett mit weißen Handschuhen, Uniform, Koppel und Pferdestiefeln. Habe damals kurzzeitig den Verkehr in Bonn geregelt. Wurde dann aber leider polizeilich aufgehalten.

Was ist dein Lieblingswort?
Ambiguitätstoleranz. In der Konzernkommunikation zuweilen ganz hilfreich.

Was war dein erster Job?
Was mit viel Verantwortung: Ich durfte im Kaffee Faßbender in Siegburg abends die Stühle und Tische anketten, morgens sogar wieder entketten. Danach war ich Mitarbeiter des Monats bei McDonald’s.

Welches Emoji verwendest du am häufigsten?
Die Rakete.

Wem folgst du am liebsten bei Twitter?
Oh, das sind zu viele gute, kluge Menschen. Wenn ich jetzt einen nenne, sind alle anderen beleidigt und entfolgen mich.

Wenn du eine Olympia-Medaille für eine Sportart gewinnen könntest — egal ob es realistisch ist oder nicht — welche wäre das?
Taekwondo.

Welche Themen betreust du in der Pressestelle?
Fragen kann man mich alles. Wenn man mich fragt, antworte ich am liebsten zu: CEO, Wirtschaft, Politik, Regulierung und Strategie.

Was ist dir schon einmal schiefgelaufen?
Ich habe mal eine E-Mail von einer etwas enervierenden Dame an einen Kollegen weiterleiten wollen, mit einem etwas gehässigen Kommentar. Dabei nur leider weiterleiten mit antworten verwechselt. Danach schrieb ich die wohl unterwürfigste E-Mail meines Lebens.

Welches war dein Lieblingsfach in der Schule?
Die PR-Klassiker: Deutsch und Geschichte.

Hast du versteckte Talente?
Ich kann immer noch Akkordeon spielen. Habe es früher aufgegeben, weil es peinlich war. Und nein, es gibt keine Fotos davon.

Was ist dein prägendstes Erlebnis bei Vodafone?
Es sind drei: 1. Pandora, die größte Datenkrise der Vodafone-Geschichte. 2. Die Unitymedia-Übernahme, bei der bis nachts noch nicht klar war, ob die Unterschrift wirklich klappt. 3. Als ich am späten Abend vor den Jahreszahlen erfuhr, dass ich am Morgen auch noch den Exit meines damaligen CEO verkünden musste.

Warum PR?
Als Kind wollte ich Archäologe werden, danach Journalist – und wurde es dann auch. War jahrelang mein Traumberuf. Aber irgendwann mit 30 wollte ich was Neues sehen. Deshalb PR. Wobei das ja bekanntlich nur die andere Seite des Medien-Schreibtisches ist: Ein guter PRler hat sehr viel von einem guten Journalisten: Spürnase, Geschichtensinn und Kontaktfreudigkeit.

Wenn du ab jetzt zu jeder Mahlzeit immer das gleiche essen müsstest, was wäre das?
Die Wickelklöße meiner Oma aus Thüringen. Mit ihrer Petersiliensoße. Da habe ich immer das Gefühl, dass sie mitisst.

Welche Rolle würdest du gerne besetzen, wenn du in einem Film mitspielen dürftest?
Den Mr. Wolf in Pulp Fiction. Der immer dann gerufen wird, wenn es Probleme zu lösen gibt. Oder einen Tatort zu reinigen. Aber an Harvey Keitel werde ich wohl nicht rankommen.

McLeinhos

Was bei Alex Leinhos garantiert in seiner Tasche zu finden ist. © Vodafone

Wenn du einen ganzen Tag in den Schuhen von jemand anderem verbringen müsstest, wessen Schuhe würdest du auswählen und warum?
Die Turnschuhe meiner Tochter. Mit ihren Füßen. Und ihrem Alltag. In dem Dinge wie warmer Kakao, Spaghetti Bolognese und Gutenacht-Geschichten alles sind, was zählt.

Hat etwas, was deine Eltern dir beigebracht haben, dein komplettes Leben verändert?
„Sei gut zu den Menschen. Die meisten werden es dir zurückgeben.“ Ein Satz meiner Mutter. Hat in den meisten Fällen gut funktioniert. Aber manche Menschen scheinen den noch lernen zu müssen.

Was war die letzte Nachricht, die du verschickt hast?
„Ich ziehe meinen Hut :-).“

Hast du eine Eigenschaft an dir, die andere Menschen überrascht?
Ich kann eigentlich echt gut zuhören.

Was ist der wichtigste Trend in der PR für dich?
Bei aller Digitalisierung: Die Rückbesinnung auf den Wert persönlicher Kontakte. Ein Essen oder ein Bier mit einem Journalisten ist zuweilen wertvoller wie erkenntnisreicher als 1.000 Klicks auf deinem Smartphone. Deshalb: Auch mal abschalten.

Was ist dein Lieblingskommunikationsmittel?
Der Mund und der Stift.

Welchen Ratschlag würdest du deinem 18-jährigen Ich geben, wenn du das Wissen von jetzt hättest?
Nimm die unwichtigen Dinge nicht immer so wichtig. Sonst wird dir das wirklich Wichtige unwichtig. Und das ist gefährlich.

In welchem Job wärst du furchtbar?
Als Controller gäbe ich diesem Unternehmen einen Monat Überlebenschance.

Mit welchen drei Adjektiven würdest du dich beschreiben?
Kreativ, kommunikativ, spontan.

Wenn du einen Sinn abgeben müsstest – welcher wäre das?
Riechen.

Welcher Herausforderung hast du dich gerade gestellt?
Habe gestern meine erste Yoga-Stunde absolviert. In meinem Wohnzimmer. Der ‚herabschauende Hund‘ war aber wohl eher ‚Schweine im Weltall‘. Fest steht: So viel Hintern hat meine Decke wohl noch nie gesehen.

Was hat dich zu Vodafone gebracht?
Der Headhunter.


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